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Ursprung und Entwicklung
Bereits 1987 wurde in West-Berlin mit Unterstützung von Abgeordneten und der damaligen Jugendverwaltung des Berliner Senats ein Modellversuch "Freiwilliges Soziales Jahr mit umweltorientiertem Charakter" gestartet, der Jugendlichen eine sozialhelferische und umweltpädagogische Tätigkeit in Kinder- und Jugendeinrichtungen ermöglichte. Das Projekt lief bis zum Frühjahr 1990.
Mit der Vereinigung Deutschlands wurde ein gemeinsames Projekt zwischen den ehemaligen Initiatoren des Projektes im West-Berliner Senat, dem ökologischen Fachberater - Herrn Dipl.-Ing. Dieter Kolb - und dem Verein Jugendwerk Aufbau Ost e.V. ins Leben gerufen, das der früheren Grundidee folgte.
Ab Herbst 1991 förderte das Bundesministerium für Familie, Frauen, Jugend und Gesundheit das neukonzipierte Projekt "Freiwilliges Soziales Jahr mit ökologischer Orientierung" für drei Jahre als Modellvorhaben.
Die mit 30 Teilnehmern begonnene Maßnahme vereinigte Jugendliche aus Ost und West, beschäftigte Jugendliche in östlichen und westlichen Einsatzstellen und war damit von Anbeginn auch ein wichtiges Integrationsprojekt der künftigen Generation.
Modellhaft war nicht nur ein neuer Einsatzbereich - erstmals wurden seit Einführung des FSJ im Jahre 1964 Freiwillige auch in Kindertagesstätten helferisch tätig, was bisher nur in klassischen Einsatzfeldern wie Krnakenhäuser, Alten- und Behinderten möglich war.
Darüber hinaus wurden zusätzlich zu den lt. Bundesgesetz festgelegten 25 Seminartagen wöchentliche, später monatliche Bildungstage mit einer ökologischen Schwerpunktsetzung durchgeführt.
Von 1994 bis 1997 übernimmt neben dem Bundesministerium für Frauen und Jugend
der Berliner Senat die Kofinanzierung bevor 1997 eine Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds bewilligt wurde.
Mit Beendigung der Finanzierung aus dem Europäischen Sozialfonds im Jahre 2003 wird das Projekt aus öffentlichen Mitteln nur noch durch das Bundesministerium finanziert. Obwohl die Einsatzstellen einen größeren Anteil an der Mitfinanzierung des Projektes übernehmen, mussten die zusätzlichen Bildungstage eingestellt und somit auch die Spezifik "ökologische Orientierung" aufgegeben werden.
Zunehmend gelang es, neue Partnereinrichtungen und eine größere Vielfalt an Einsatz-möglichkeiten zu erreichen und somit dem Bedarf und speziellen Einsatzwünschen einer immer größeren Zahl an Bewerberinnen und Bewerbern zu entsprechen.
Die Freiwilligen beim JAO e.V. leisten heute das FSJ in Kindertages- und Jugend-einrichtungen, in Behinderten- Senioren- und Pflegeinrichtungen.
Veröffentlicht auf: www.jao-fsj.de
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